Fenster und Terassentüren als Schwachstelle


Fenster nachrüsten mit einer PilzkopfverriegelungKonventionelle Fenster- und Türbeschläge sind kein allzu großes Hindernis für versierte Einbrecher oder Spontan­täter.

Verstärkte Rahmen und spezielle Sicherheitsbeschläge tragen hingegen dazu bei, die Sicherheit der eigenen vier Wände deutlich zu erhöhen.

Solche Vor­kehrungen lassen sich in aller Regel problemlos nachrüsten. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle das selbe Ziel verfolgen: einen Einbruchsversuch so zu erschweren, dass Kriminelle nach kurzer Zeit aufgeben.

 

Abschliessbares Fenster

 Nachrüsten:

Durch die folgenden Maßnahmen kann die Sicherheit von Fenstern und Terrassen- und Balkontüren nachträglich erhöht werden:

  • Abschließbare Griffe
  • Fenstersicherungen wie Bolzen-, Schwenkriegel-, Schwenkhaken- oder Stangenschlösser
  • Sperrriegel
  • Kipphebelverschlüsse bei Hebe- und Schiebetüren


(Bild: ©ABUS August Bremicker Söhne KG)

 

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten der Nachrüstung:

Die "Aufschraubnachrüstung", dabei werden Fenster und Türen mit aufgeschraubten Beschlägen einbruchhemmend ausgerüstet. Die Bechläge verschiedener deutscher Hersteller werden passend zu den Fenstern und Türen in braun, weiß oder silber geliefert und vom Fachbetrieb montiert.

Die andere Möglichkeit zur Nachrüstung ist die "Nachrüstung im Falz". Hierbei wird der vorhandene Fensterbeschlag (Getriebe, Schere, usw.) ausgetauscht und durch neue Beschläge mit "Pilzzapfen" ersetzt. Diese verkrallen sich in den neuen Sicherheitsschließteilen. Zugleich bekommt das Fenster / Balkontür einen neuen aktuellen Beschlag.

Beide Varianten sind bei fachlicher Montage als gleichwertiger Einbruchschutz zu sehen. Eine ausführliche Beratung durch den Schreiner ist dringend zu empfehlen und erleichtert die Entscheidung.

 

Auf die Kombination kommt es an

Es reicht nicht aus, nur eine der Maßnahmen umzusetzen. Erst ihre Kombination erhöht die Sicherheit wirksam – und dabei ist der Rat von Experten wie erfahrenen Innungsschreinern Gold wert.

Es ist ein Trugschluss, zu glauben, abschließbare Fenstergriffe reichten aus, um das Aufhebeln von Fensterflügeln zu verhindern. Dieses Aufhebeln ist die gängigste Methode, mit der sich ungebetene Gäste Zugang zu fremden Wohnungen verschaffen. Kriminelle suchen sich für ihren Einbruch den Weg des geringsten Widerstands. Der kann, bei gut gesichertem Erdgeschoss, auch in der ersten Etage liegen. Ein Balkon ist schnell „erklettert“ und bietet Einbrechern sogar Schutz vor neugierigen Blicken.

Daher müssen alle Fenster und Türen in allen Etagen und auch Dachflächenfenster in das Sicherheitskonzept einbezogen werden.